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Aktuelle Informationen zum Umgang mit dem Coronavirus

Letzte Aktualisierung: 21.09.2021


Durch die Corona-Pandemie gibt es weiterhin Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Im Infektionsschutzgesetz des Bundes sowie in der Coronaschutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen (CoronaSchVO) stehen die jeweils aktuellen Regelungen. Wir versuchen, euch hier die aktuell gültigen Regelungen verständlich zusammenzufassen. 

Wir beziehen uns dabei auf

Wir haben nach besten Wissen versucht die Zusammenfassung zu erstellen. Es gelten jeweils die offiziellen Regeln der CoronaSchVO des Landes Nordrhein-Westfalen bzw. die Regelungen des Infektionsschutzgesetzes. Zusätzlich können vor Ort weitergehende Regelungen durch die Kommunen in Kraft gesetzt werden.

Wir werden die Seite weiterhin möglichst aktuell halten und bei neuen Erkenntnissen oder Regelungen die entsprechenden Punkte anpassen bzw. ergänzen. 


FAQs Corona und Jugendverbandsarbeit

Wir wollen euch mit diesen Antworten auf FAQs, die wir in unseren Gremien gesammelt haben, so gut es geht informieren. Bitte beachtet aber, dass die Antworten dem aktuellen Wissensstand entsprechen.
Wenn ihr weitere Fragen habt, meldet euch gerne bei uns und wir erweitern die Liste laufend.


Allgemeine Fragen

  • Die einfache Rückverfolgbarkeit bedeutet, dass ihr als Veranstalter*in von allen anwesenden Personen mit deren Einverständnis Name, Adresse und Telefonnummer sowie – sofern es sich um wechselnde Personenkreise handelt – Zeitraum des Aufenthalts bzw. Zeitpunkt von An- und Abreise schriftlich erfassen und diese Daten für vier Wochen aufbewahren müsst. Die Daten sind vor dem Zugriff Unbefugter zu sichern und nach Ablauf von vier Wochen vollständig zu vernichten. Eine gesonderte Erfassung von Adresse und Telefonnummer ist nicht nötig, wenn die Kontaktdaten euch bereits anderweitig vorliegen (z.B. in eurer Mitgliederdatenbank).
  • Bei der besonderen Rückverfolgbarkeit müsst ihr zusätzlich einen Sitzplan für die Anwesenden erstellen

Junge Menschen sind, wie im SGB VIII benannt, Personen bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres.


Maßnahmen der Jugendarbeit

Aktuell sind alle Angebotsformen der Jugend(verbands)arbeit erlaubt. Es gibt jedoch je nach Gruppengröße und Angebotsform teilweise Einschränkungen. Je nach Angebotsform müsst ihr ein paar Dinge beachten:

  • Es muss ein Negativtestnachweis vorgelegt werden. Ausnahmen sind vollständig immunisierte Personen, sowie Schüler*innen, die aufgrund der regelmäßigen Schultestungen als getestete gelten.
  • In Innenräumen muss bei Gruppenangeboten an denen mehr als 20 Personen teilnehmen, muss eine Maske getragen werden. 

Im Freien gibt es für Angebote und Einrichtungen der Jugendförderung keine spezifischen Regelungen oder Beschränkungen. Ausgenommen sind Gesangsangebote, hier gelten einschränkende Regelungen.

Die allgemeinen Hygienereglungen (siehe Anlage „Hygiene- und Infektionsschutzregeln“ zur Corona-Schutzverordnung) gelten selbstverständlich weiterhin.

  • Es gibt keine Beschränkungen bei der Anzahl der Teilnehmenden und Betreuer*innen – vor dem Hintergrund der aktuellen Situation sollten Übernachtungsaktivitäten in kleinere Gruppen vorrangig umgesetzt werden.
  • Es gilt die Pflicht zum Tragen einer Maske sobald mehr als 20 Teilnehmende in einem geschlossenen Raum sind
  • Die Pflicht, eine medizinische Maske zu tragen, gilt nicht für die Einnahme der Mahlzeiten
  • Bei Übernachtungsangeboten z.B. in Schützenhallen, Pfarrheimen, Turnhallen o.ä. mit mehr als 20 Teilnehmenden, die in einem Raum übernachten, kann dies mit 1,5 Meter Mindestabstand der Schlafstätten durchgeführt werden. Während des Verweilens und Schlafens am festen Platz mit 1,5 Meter Mindestabstand ist das Tragen einer Maske für immunisierte und getestete Personen nicht erforderlich. – Während der Bewegung auf den Verkehrsflächen ist die Maskenpflicht zu beachten. Auf eine gute und regelmäßige Durchlüftung ist zu achten.
  • Die Regelungen der Anlage ‚Hygiene- und Infektionsschutzregeln‘ zur CoronaSchVO sind verbindlich zu beachten

Derzeit gibt es noch keine Aussage zu den Herbstferien. Die aktuelle Coronaschutzverordnung gilt nur bis zum 08. Oktober 2021.



Umgang mit Corona-Fällen

Wenn Teilnehmer*innen oder Leiter*innen einen positiven Selbsttest oder Schnelltest haben, müssen diese einen PCR-Test machen. In der Zwischenzeit ist es wichtig, die positiv getesteten Personen und deren Kontaktpersonen von der Gruppe zu isolieren. Hierbei sollten die Leiter*innen FFP2-Masken oder Masken eines höheren Standards tragen. Dann solltet ihr das örtliche Gesundheitsamt kontaktieren. Sie erklären euch ganz genau, was ihr tun müsst. Die Kontaktdaten solltet ihr euch im Vorhinein heraussuchen und notieren. Wenn schwerwiegende Symptome auftreten, solltet ihr natürlich einen Krankenwagen rufen. In jedem Fall müssen die Eltern informiert werden und die Möglichkeit gegeben werden, die Kinder abzuholen. Dadurch muss sich die Familie natürlich auch in Selbstisolation/ Quarantäne begeben.
Ihr solltet die genauen Schritte in euer Hygienekonzept aufnehmen, damit es möglichst keine Unsicherheiten gibt. In der Vorlage findet ihr Infos dazu: Musterhygiene- und Testkonzept Ferienfreizeiten

Euer Erste-Hilfe-Wissen reicht insofern, dass ihr im Falle von Symptomen ärztliche Hilfe ruft. Die Behandlung von Covid-19 ist nicht Teil von Erste-Hilfe-Kursen und ist insofern nicht eure Aufgabe.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) gibt die folgenden Symptome mit der entsprechenden Häufigkeit an:

Husten (41%)
Fieber (26%)
Schnupfen (30%)
Störungen des Geruchs- und/oder Geschmackssinns (20%)
Lungenentzündung (1%)

Weitere Symptome: Halsschmerzen, Atemnot, Kopf- und Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen, Durchfall, Konjunktivitis, Hautausschlag, Lymphknotenschwellung, Apathie, Somnolenz.

Wenn Teilnehmende oder Leiter*innen Symptome haben, die nicht auf eine bekannte Allergie oder ähnliches zurückzuführen sind, sollten sie sicherheitshalber dennoch von ihren Eltern abgeholt werden und alle anderen Kinder sollten täglich getestet werden.

Nein! Wenn es Verletzungen, Krankheitsfälle o.ä. gibt, solltet ihr die Teilnehmenden wie bei vorhergegangenen Aktionen ebenso zum Arzt bzw. ins Krankenhaus bringen.

Die örtlichen Behörden können für alle Teilnehmenden und Leiter*innen eines Lagers bzw. einer Maßnahme Quarantäne anordnen. Das heißt, dass sich alle unverzüglich zu Hause oder in einer anderen geeigneten Unterkunft absondern müssen. Klärt vor der Maßnahme, dass die Eltern ihre Kinder abholen. Eine gemeinsame Rückreise wird in der Regel nicht möglich sein.
Die örtlichen Behörden können weitergehende Maßnahmen anordnen.


Hygienekonzept und Hygienemaßnahmen

Die gängigen Materialien sind medizinische oder FFP2-Masken, Desinfektionsmittel und Seife. Es gibt aber natürlich auch noch mehr, je nachdem, was ihr so plant. Mehr Informationen findet ihr hierzu auf der Seite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

Am besten bestellt ihr das Material im Internet. Für einen nachhaltigen Einkauf empfehlen wir euch die Einkaufsplattform wir-kaufen-anders.de. Dort könnt ihr euch als Verband registrieren und profitiert von Rabatten.

Auch bei Hygiene- und Reinigungsmitteln kann man auf nachhaltige Alternativen zurückgreifen. Wir empfehlen euch die Einkaufsplattform wir-kaufen-anders.de, bei der ihr euch als Verband kostenlos registrieren könnt. Auf der Plattform dürfen nur Händler verkaufen, deren Produkte einen öko-fairen-sozialen Mehrwert gegenüber konventionellen Produkten haben. Ihr erhaltet dort auch bessere Konditionen als bei den Händlern direkt.
Achtet beim Einkauf auf möglichst große Gebinde, um unnötigen Müll zu vermeiden.
Zu Reinigungs- und Putzmitteln gibt es auch einen lesenswerten Artikel bei Utopia: https://utopia.de/ratgeber/empfehlung-oeko-reinigungsmittel-bio-putzmittel

Entweder bestellt ihr im Internet neue Mittel, wenn ihr schon Tage vorher merkt, dass es knapp werden könnte. Ansonsten versucht, vor Ort in Apotheken, Drogerien und Supermärkten Hygienemittel zu kaufen.

Wenn eine Bestellung im Internet zu kurzfristig ist, bleiben nur Supermärkte, Drogerien und Apotheken.

Es ist wichtig, dass ihr euch vor eurer Maßnahme über Hygienemaßnahmen Gedanken macht und diese in einem Hygienekonzept zusammenfasst. Ein wichtiger Teil sind hierbei die bekannten AHA-Regeln (Abstand halten, Hygiene beachten und im Alltag Maske tragen). In geschlossenen Räumen ist ein regelmäßiges Lüften wichtig. In der Regel hat eure Unterkunft ebenfalls ein Hygienekonzept aufgestellt, an dem ihr euch orientieren könnt. Eine Vorlage für ein Hygienekonzept gibt es hier.  Ganz sicher könnt ihr aber nie sein. Es wird immer ein Restrisiko bleiben. Das solltet ihr im Vorhinein besonders den Eltern auch so kommunizieren, gleichzeitig aber deutlich machen, dass ihr alle Maßnahmen einhaltet, damit möglichst nichts passiert.

Euer Hygienekonzept müsst ihr jeweils an die aktuell gültigen Regelungen anpassen. Als Grundlage könnt ihr aber sicherlich euer Konzept aus dem Vorjahr nutzen.

Als Orientierung könnt ihr aber auch dieses Konzept nutzen.

 

 

Es gibt Vorlagen, an denen ihr euch orientieren könnt. Ihr findet ein Beispiel hier. Beachtet aber bitte, dass die Regelungen sich laufend ändern und sich von Kommune zu Kommune und in den unterschiedlichen Bundesländern unterscheiden können. Daher solltet ihr die Vorlage in jedem Fall anpassen.

Bisher ist uns keine Genehmigungspflicht von Hygienekonzepten bei Maßnahmen der Jugendverbandsarbeit bekannt. Ihr könnt euer Konzept aber trotzdem zur Information und Beratung an euer Gesundheitsamt bzw. Jugendamt senden.
Das kann den Teilnehmenden und Eltern bestimmt auch ein besseres Gefühl geben.

Bisher gibt es keine sichere Information hierzu. Im letzten Jahr mussten die Erziehungsberechtigten den durch das Land Nordrhein-Westfalen vorgeschriebenen Regelungen zustimmen. Wir können uns vorstellen, dass es in diesem Jahr eine ähnliche Regelung gibt.


Impfen

Seit dem 07.06.2021 ist die Impf-Reihenfolge generell aufgehoben und alle können sich impfen lassen.

Bislang gibt es in Deutschland noch keinen Impfstoff, der für Kinder und Jugendliche unter 12 Jahren zugelassen ist. Daher wird es in den Sommerferien sehr wahrscheinlich auch keine geimpften Kinder und Jugendlichen geben. Davon wird also nicht abhängen, ob eine Ferienfreizeit mit Kindern und Jugendlichen stattfinden darf oder nicht.

Bisher gibt es keine entsprechende Verpflichtung. Bei einzelnen Angeboten müssen die Leiter*innen allerdings einen negativen Coronatest nachweisen. Dies ist v.a. von der Inzidenzstufe bzw. der Angebotsart abhängig. In der obigen Übersicht ist dies entsprechend aufgeschlüsselt. Eine nachgewiesene Immunisierung durch Impfung oder Genesung ist einem Negativtest gleichzusetzen.


Testen

Ein beaufsichtigter Coronaselbsttest, welcher in Eigenanwendung durchgeführt wird. Im Rahmen von Angeboten der Jugendförderung wird dieses Testverfahren von einer geschulten Person beaufsichtigt.Für die Beaufsichtigung ist keine besondere Erlaubnis, wohl aber eine Schulung erforderlich.  Die Schulung kann bspw. über ein passendes Schulungsvideo erfolgen. Wegen Hinweisen auf geeignetes Schulungsmaterial oder auch in Bezug auf Anbieter einer Schulung erkundigen Sie sich bei Ihrem zuständigen Gesundheitsamt. Die Schulung ist zu dokumentieren.

Hierzu gibt es keine eindeutige Regelung. Wir empfehlen euch jedoch vorab zu eurer Maßnahme eine Einwilligsunserklärung der Erzieungsberechtigten einzuholen. Sowohl für die Durchführung von beaufsichtigten Selbsttests, als auch für die Schnelltests.

Ihr könnt hierfür unsere Vorlage verwenden.

Die Testvornahme darf zu Beginn des Angebots höchstens 48 Stunden zurückliegen. 


Weitere rechtliche Fragen

Wenn ihr euch an die Regelungen in eurem Hygienekonzept haltet und nicht vorsätzlich gehandelt habt, müsst ihr in der Regel keine rechtlichen Konsequenzen erwarten. Wichtig ist eine gute Kommunikation mit den Eltern im Vorhinein, damit sie wissen, wie ihr die Ferienfreizeit pandemiekonform gestaltet. Sollte euch mit rechtlichen Konsequenzen gedroht werden oder sogar eine Anzeige erstattet werden, meldet euch am besten bei eurem Diözesanverband oder bei uns.

Es kommt drauf an:
•    Wenn Eltern ihre Kinder aus Sorge doch nicht mitschicken wollen, gelten die Stornierungsbedingungen in euren Teilnahmebedingungen.
•    Reist ein Kind vorzeitig ab, gibt es in der Regel keinen Anspruch auf eine Erstattung, wenn ihr nichts Gegenteiliges in euren Teilnahmebedingungen geregelt habt.
•    Sagt ihr die Ferienfreizeit vor Beginn ab, müsst ihr den vollen Reisepreis erstatten. Hierbei sind die Gründe für die Absage unerheblich.

Ja, die geänderten Bedingungen sollten auch in eure Teilnahmebedingungen aufgenommen werden. Wenn ihr eure Teilnahmebedingungen nachträglich anpasst, müssen die Eltern diesen zustimmen. Es ist auch ausreichend, wenn ihr auf die Änderungen hinweist und ausreichend Zeit zum Widerspruch einräumt.

Es ist immer wichtig, Eltern umfassend zu informieren, damit sie sich möglichst wenig Sorgen machen. Empfehlenswert ist es, einen Brief zu schreiben, in dem ihr schreibt, welche Regelungen ihr aufgestellt habt und beschreibt, wie die Situation vor Ort (z.B. Gestaltung der Unterkunft und Programm) aussieht. An den Brief könnt ihr das Hygienekonzept anhängen. Ihr könntet zum Beispiel auch einen Elternabend veranstalten, wenn ihr zusätzlich noch das persönliche Gespräch anbieten möchtet. Alle Sorgen der Eltern könnt und müsst ihr aber auch nicht ausräumen. Schließlich gibt es immer ein Restrisiko, das ihr auch nicht verschweigen solltet. Dieses Restrisiko müssen Eltern akzeptieren und mittragen. Wenn sie das nicht können, sollten ihre Kinder nicht mitfahren.


Förderung durch den Kinder- und Jugendförderplan NRW (KJP)

Aufgrund der Situation rund um das Coronavirus können vermutlich 2021 nicht alle Maßnahmen so stattfinden, wie ursprünglich geplant. Um dieser Situation Rechnung zu tragen, gibt es in diesem Jahr zusätzliche Fördermöglichkeiten, die nachfolgend dargestellt werden.

Wenn ihr Veranstaltungen ohne Übernachtungen (z.B. Stadtranderholung oder Ausflüge) anbietet, sind diese als "Offene Veranstaltungen und andere Aktionen" (Förderbereich V.2) förderfähig, wenn mindestens 7 förderfähige Personen daran teilnehmen. Hierbei ist es unerheblich, ob die Veranstaltungen an einem oder mehreren Tagen stattfinden. Diese Maßnahmen müssen vor Veranstaltungsbeginn über das Förderportal beantragt werden.

Das Bewilligungsverfahren unterscheidet sich dabei abhängig vom Zeitpunkt der Veranstaltung.

  • Über die Förderhöhe von Maßnahmen, die außerhalb von Schulferien stattfinden, entscheidet die KJP-Förderkommission entsprechend der Regelungen des Kölner Diözesananhangs.
  • Maßnahmen, die innerhalb der Schulferien stattfinden, werden analog zur Freizeitarbeit gefördert (pro Tag und förderfähige Person 6€). Wenn ihr eure Veranstaltung entsprechend der Regelungen für den Öko-Euro durchführt, erhaltet ihr zusätzlich 1€ pro Tag und förderfähige Person. Die Förderung des Öko-Euro muss zusätzlich mit dem Verwendungsnachweis und dem bekannten Formular zum Öko-Euro beantragt werden (im Schritt Verwendungsnachweis unter "Zielgruppe, Inhalte und Methoden" hochladen). Das Formular kann von unserer Homepage sowie vom Dashboard im Förderportal heruntergeladen werden.

Maßnahmen, die digital (z.B. per Videokonferenz) stattfinden, können entsprechend der KJP-Regelungen gefördert werden. Die Förderung wird entsprechend der Fördersätze für die jeweilige Maßnahmenart berechnet. Es sind nur Kosten anerkennungsfähig, die im direkten Zusammenhang zu der Maßnahme stehen.

Die Förderung von digitalen Maßnahmen ist generell, also unabhängig von der Corona-Pandemie, möglich.

Maßnahmen, die aufgrund des Coronavirus abgesagt werden müssen und bis zum 31.12.2021 stattfinden sollen, können eine KJP-Förderung für Ausfall- und Stornokosten erhalten:

  • Ausfall- und Stornokosten werden nur übernommen, wenn sie im direkten Zusammenhang mit der Maßnahme stehen. Die Darlegung der Gründe, die dazu geführt haben, dass die Maßnahme nicht umgesetzt werden kann, erfolgt über den Beleg "Ausfallkosten".
  • Es gilt eine Schadensminderungspflicht. Das heißt, dass versucht werden muss, die Ausfall- und Stornokosten möglichst gering zu halten, sobald eine Absage behördlich angeordnet wurde oder durch den Träger selbst beschlossen wurde. Dies ist über den Beleg "Ausfallkosten" zu dokumentieren.
  • Mögliche Ansprüche gegenüber (Reiserücktritts-)Versicherungen sind vorrangig geltend zu machen.
  • Die Förderhöhe wird entsprechend der gültigen Fördersätze berechnet. Hierzu brauchen wir die inhaltliche Beschreibung der geplanten Aktivität und eine Teilnahmeliste der angemeldeten Teilnehmer*innen und Leiter*innen. Bei Maßnahmen, zu denen erst wenige Personen zum Absagezeitpunkt angemeldet waren und noch weitere Anmeldungen zu erwarten waren, können zusätzlich zur Liste der angemeldeten Teilnehmer*innen auch andere Nachweise (z.B. Mietvertrag der Unterkunft) berücksichtigt werden. Bei Ferienfreizeiten wird zur Berechnung der Förderhöhe ein geplanter Öko-Euro nicht herangezogen.
  • Die Abrechnung erfolgt über das Förderportal (kjp.bdkj.nrw). Dort wird die Maßnahme im gleichen Förderbereich angelegt, in dem die Maßnahme durchgeführt worden wäre, d.h. wenn ihr z.B. eine Kurzfreizeit in den Osterferien geplant habt, rechnet ihr die abgesagte Maßnahme auch als Kurzfreizeit ab.

Maßnahmen, die aufgrund des Coronavirus mit geringerer Teilnehmer*innenzahl durchgeführt wurden, können bei Bedarf eine höhere Förderung erhalten:

  • Ein höherer Zuschuss kann nur ausgezahlt werden, wenn die eingereichten Kosten im direkten Zusammenhang mit der Maßnahme stehen. Die Darlegung der Gründe, die dazu geführt haben, dass weniger Personen teilgenommen haben, erfolgt über den "Beleg zur Anpassung der Förderung aufgrund von Corona-bedingter Reduzierung der Teilnehmer*innenzahl"
  • Es gilt eine Schadensminderungspflicht. Das heißt, dass versucht werden muss, die Kosten möglichst gering zu halten. Sobald klar ist, dass weniger Personen teilnehmen, müssen gebuchte Zimmer bzw. die Personenzahl reduziert werden. Dies ist über den "Beleg zur Anpassung der Förderung aufgrund von Corona-bedingter Reduzierung der Teilnehmer*innenzahl" zu dokumentieren.
  • Die Abrechnung erfolgt normal über das Förderportal (kjp.bdkj.nrw) und der zusätzliche Nachweis wird im Portal hochgeladen und im Original an die Diözesanstelle gesendet.

Die höhere Förderung ist zunächst bis zum 31.12.2021 befristet.

Die reguläre Frist zur Beantragung von Ferienfreizeiten beträgt acht Wochen vor Beginn. Im Jahr 2021 wurde diese Frist allerdings auf eine Woche verkürzt. Bei Ferienfreizeiten, die weniger als acht Wochen vor Beginn beantragt wurden, kann eine Abschlagszahlung jedoch nicht gewährleistet werden.

Die sonstigen Regelungen zu Qualifizierung von Multiplikator*innen (Förderbereich I), Bildungsarbeit (Förderbereich II), Freizeitarbeit (Förderbereich III), Projektarbeit (Förderbereich V.1) und kurze Pauschalmaßnahmen (Förderbereich V.3) gelten wie gehabt.


Sonderurlaub

Durch die COVID-19-Pandemie werden auch in diesem Jahr kaum klassische Ferienfreizeiten in den Sommerferien stattfinden. Wir haben euch die wichtigsten Regelungen zum Umgang mit dem Sonderurlaub in einem Dokument zusammengefasst.

Aufgrund der aktuell schwierigen Lage reduziert sich die Antragsfrist für Sonderurlaub auf zwei Wochen (vorher sechs Wochen) vor Start der geplanten Maßnahme in den Sommerferien. Eine Veränderung bestehender Anträge ist möglich.

Die leitende/helfende Tätigkeit bei digitalen Angeboten bzw. digitalen Anteilen von Ferienangeboten ist nach dem Sonderurlaubsgesetz NRW förderfähig. Der Träger muss in diesen Fällen den Einsatz-Nachweis erbringen. Daher empfiehlt sich hier eine kurze Dokumentation.

Informiere deinen Arbeitgeber, dass die Maßnahme nicht stattfindet und du den Sonderurlaub zurückziehen möchtest.

Wenn der Arbeitgeber diesem zustimmt, ist der Antrag auf Verdienstausfall hinfällig.

Wenn die Rückabwicklung der unbezahlten Freistellung des bereits genehmigten Antrags nicht möglich ist und keine gesonderte Regelung zu Ausfällen getroffen worden ist, ist eine Erstattung des Verdienstausfalls nach den Sonderurlaub-Regelungen möglich. Voraussetzungen sind eine formlose Bescheinigung des Arbeitgebers, dass die Rückabwicklung nicht möglich ist, sowie eine Bestätigung des Trägers, dass die Freizeit abgesagt wurde, nachdem der Sonderurlaub genehmigt war.
Kann der*die Arbeitnehmer*in aufgrund der Corona-Beschränkungen nicht arbeiten (z.B. weil der Betrieb gesperrt ist) und erhält z.B. Kurzarbeitergeld, dann ist eine Verdienstausfallerstattung nicht möglich.

Der Anspruch auf Sonderurlaub besteht auch für das Alternativangebot zu Hause. Dabei ist es unerheblich, wenn dieses als Tagesangebote ohne Übernachtungen stattfindet. Der Arbeitgeber soll formlos darüber informiert werden, dass statt in der Ferienfreizeit die leitende/helfende Tätigkeit während des Alternativangebots zu Hause ausgeübt wird. Sofern die Dauer des Alternativangebots von dem des Sonderurlaubs abweicht, ist der Sonderurlaub anzupassen (siehe Punkte 1 und 2). Der Verdienstausfall wird vom Arbeitgeber nach den tatsächlichen Sonderurlaubstagen berechnet und nach den geltenden Regelungen aus Landesmitteln erstattet.


Hilfreiche Links

Die Seite des Robert-Koch-Instituts inkl. tagesaktueller Risikobewertung für Deutschland: www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV.html
Aktuelle Informationen der Landesregierung: www.land.nrw/corona
Häufige Fragen: www.infektionsschutz.de/coronavirus-sars-cov-2.html

Nutzt unsere Zusammenfassung gerne, um euch einen ersten Eindruck der geltenden Regelungen zu verschaffen. Zur konkreten Planung eurer Veranstaltung solltet ihr allerdings in jedem Fall die entsprechenden Regelungen im Original danebenlegen.

Es existiert eine FAQ Liste zur Wiederöffnung im Bereich der Jugendarbeit, die wöchentlich aktualisiert wird. Diese ist unter www.ljr-nrw.de/corona-faq einsehbar.

Wir beobachten die Lage weiterhin intensiv und halten euch auf dem Laufenden, falls sich neue Erkenntnisse ergeben, die abweichende Vorgehensweisen nahelegen.


Bei Fragen helfen wir gerne weiter:



Volker Andres

Diözesanvorsitzender

(0221) 1642 6833

andres (a) bdkj.koeln


Annika Jülich

Diözesanvorsitzende

(0221) 1642 6212

juelich (a) bdkj.koeln

 

 


– BDKJ Diözesanverband Köln 2021